Hungertuch 2019

Pfarramt Schötz-Ohmstal

«Mensch - wo bist Du?»
Tempelvorhang, Fastentuch, Leidenstuch, Schmachtlappen, Hungertuch. Seit mehr als 1000 Jahren hat das Tuch, welches vor dem Altar während der österlichen Busszeit hing, verschiedene Namen bekommen. Es verhüllte den Altarraum und wertete ihn parallel auf. In vielen Gegenden wurden diese Tücher gleichzeitig bemalt und haben dem einfachen Volk als «Bibel für die Armen» gedient. Verhüllen und verkünden: das Hungertuch versucht bis heute diese doppelte Aufgabe zu erfüllen.
Das diesjährige Hungertuch stammt aus den Händen von Uwe Appold, einem deutschen Künstler. Er erschuf auf der Mitte des Bildes ein noch nicht fertig gebautes Haus, umgeben von einem grossen goldenen Kreis. Dies ruht auf einem Erdstreifen aus dem Garten Gethsemane, in dem das Ostergeschehen vor 2000 Jahren begann. Das Ganze ist umhüllt von einer blauen Farbe, die auf das Meer und auf den Glauben hinweist.
Das Hungertuch lädt Sie zwischen Aschermittwoch und Karfreitag ein, unsere Pfarrkirche aufzusuchen, in der Stille zu meditieren, kurz innezuhalten und sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wo Sie stehen. «Mensch - wo bist Du?» Meditationsheftli zum Hungertuch liegen beim Schriftenstand auf.
In den Gottesdiensten von 30. und 31. März werden wir das Hungertuch thematisch aufgreifen und einen kurzen Impuls dazu geben.

 

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