St. Mauritius Kapelle

Die St. Mauritius-Kapelle befindet sich südlich der Pfarrkiche von Schötz-Ohmstal.

Geschichte

  • 1250 erster Nachweis.
  • 1660 bis 1662 Bau der heutigen Kapelle. Die Kassettendecken sind original und stammen aus dieser Zeit. 
  • Renovationen 1924 bis 1926 und 1989 bis 1991.

Die genauen Daten von mehreren Neugestaltungen von früher sind nicht bekannt.

Wallfahrtskult des hl. Mauritius

Bei Umbau und Renovationsarbeiten der Kapelle entdeckte man (1489) in der Nähe ein Gräberfeld mit mehr als 200 Bestattungen, vermutlich alemannischer Zeit. Man vermutet, dass diese menschlichen Überreste als Teil der thebäischen Legion (im Jahr 305) zu bezeichnen war. Die Bevölkerung von damals strömte zu Tausenden herbei, um auf Fürbitte dieser thebäischen Legion Hilfe in geistigen und körperlichen Gebrechen zu suchen. Die St. Mauritiuskapelle zu Schötz wurde denn auch auf Jahrhunderte hinaus ein viel besuchter Wallfahrtsort. Die Eröffnung des Mirakelbüchleins im Jahre 1491, das lange Zeit im Pfarrarchiv Ettiswil aufbewahrt wurde, heute aber leider verschollen ist, weis von vielen Wunderheilungen zu berichten, die jenen widerfuhren, die vertrauensvoll ihre kranken Glieder ins "Moritzengrab" hinunterstreckten.

In den Jahren 1660 bis 1662 wurde die heutige Kapelle neu aufgebaut. Vor dem Altar befindet sich heute das "Beinloch", welches Heilung für alle Beinleiden verspricht. Das Beinloch ist mit einer kleinen Bronzeplatte abgedeckt, welche einfach entfernt werden kann, um das Bein dort hinein zu stellen.

Als erster Pfarrer der Pfarrei Schötz-Ohmstal trat im Jahre 1867 Josef Glanzmann seine Stelle an. Eine Pfarrkirche war zu dieser Zeit noch nicht vorhanden. Bis diese gebaut war (1879) diente die Kapelle als Pfarrkirche. Auch heute noch ist die St. Mauritius-Kapelle ein Wallfahrtsort und eine ebenso beliebte Heiratskapelle.

Mauritiuskapelle

  • Ansicht von Südost

  • Kapelle von Innen